Verschärfungen beim konzerninternen Personalverleih in der Schweiz | CH

Was ist der konzerninterne Personalverleih? Beim konzerninternen Personalverleih entsendet eine Konzerngesellschaft einen Arbeitnehmer an eine andere Konzerngesellschaft unter Einräumung von wesentlichen Weisungsbefugnissen und bei fortbestehendem Arbeitsverhältnis mit dem ursprünglichen rechtlichen Arbeitgeber. Der Personalverleih ist in der Schweiz grundsätzlich bewilligungspflichtig und ein bewilligungsfreier Personalverleih ist nur auf wenige Ausnahmen begrenzt. In der Praxis wurden indessen die Ausnahmen zum bewilligungsfreien Personalverleih zunehmend weit ausgelegt. Deshalb griff das Schweizerische Staatssekretariat für Wirtschaft («SECO») im Juni 2017 ein und präzisierte, dass der bewilligungsfreie Personalverleih eine Ausnahme darstellt und nur im Einzelfall zugelassen ist, nämlich wenn der Verleih ausschliesslich zum Erwerb von Erfahrungen in fachlicher oder sprachlicher Hinsicht oder dem Know-how-Transfer dient oder gelegentlich im Sinne des Bundesgesetzes über die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih («Arbeitsvermittlungsgesetz, AVG») vorkommt. Sind die Vorrausetzungen zum bewilligungsfreien Personalverleih erfüllt, ist der Personalverleih vom Ausland in die Schweiz im Konzernverhältnis weiterhin erlaubt. Andernfalls ist eine Bewilligung einzuholen. Vom Personalverleih zu unterscheiden ist die eigentliche Entsendung, was in der Praxis oftmals nicht einfach ist, weil in beiden Fällen der Verleih- bzw. der Entsendebetrieb weiterhin Arbeitgeber im Rechtssinne bleibt. Massgebend sind die Verhältnisse im Einzelfall, wobei das Weisungsrecht ein gewichtiges Kriterium für die Unterscheidung darstellt. Verbleibt es beim ursprünglichen rechtlichen Arbeitgeber, liegt tendenziell eine Entsendung vor, andernfalls eher ein Verleih. Steuerliche Auswirkungen Das Steuerrecht stellt nicht darauf ab, ob es sich um eine Entsendung oder um einen grenzüberschreitenden Personalverleih handelt. Es stellen...

Read More